Bauernregeln

für den Monat

JÄNNER:

Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.

Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.

Wie das Wetter an Markarius (2. Jänner) war, so wird der September: trüb oder klar.

Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee.

Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.

Ist Heiligdreikönig (6. Jänner) sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.

Januar, je kälter und heller, Scheune und Faß um so völler.

St. Erhard (8. Jänner) mit der Hack steckt die Feiertag in den Sack.

Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.

Am 10. Januar Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.

Der Januar muß krachen, soll der Frühling lachen.

Ist der Januar hell und weiß, kommt der Frühling ohne Eis, wird der Sommer sicher heiß.

Ist der Januar warm, Gott erbarm.

Je frostiger der Januar, je freudiger das ganze Jahr.

So viele Tropfen im Januar, so viel Schnee im Mai.

Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.

Wenn an Sankt Anton (17. Jänner) die Luft ist klar, gibt es ein recht trock'nes Jahr.

Die Erde muß ihr Bett-Tuch haben, soll sie der Winterschlummer laben.

Braut der Januar Nebel gar, wird der Frühling naß fürwahr.

Zu Fabian und Sebastian (20. Jänner) fängt der rechte Winter an.

Fehlen dem Januar Schnee und Frost, gibt der März sehr wenig Trost.

Tanzen im Januar die Mucken, muß der Bauer nach dem Futter gucken.
Wie das Wetter um Vinzenz (22. Jänner) war, wird es sein das ganze Jahr.

Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.

Januar kalt und rauh nutzt dem Getreidebau.

Ist zu Pauli Bekehr (25. Jänner) das Wetter schön, wird man ein gutes Frühjahr sehn.
Ist's an diesem Tag aber schlecht, dann kommt es spät als fauler Knecht.

Gelinder Januar bringt spätes Frühjahr.

Nebel im Januar macht ein nasses Frühjahr.

Der Januar muß krachen, soll der Frühling lachen.

Ist der Januar warm, Gott erbarm.

Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen, Tälern weh.

Ist der Januar sehr naß, bleibt leer des Winzers Faß.

Bringt Martina (30. Jänner) Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.

Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.

für den Monat

FEBER:

Der Februar muß stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.

Lichtmeß (2. Feber) im Klee, Ostern im Schnee.

Sankt Blasius (3. Feber) macht den Winter los!

Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.

St. Agatha (5. Feber), die Gottesbraut, macht, daß Schnee und Eis gern taut.

St. Dorothe (6. Feber) gibt den meisten Schnee.

Im Februar zuviel Sonne am Baum läßt dem Obst keinen Raum.

Hornung (alter Name für Februar) hell und klar, gibt ein gutes Frühjahr.

Ist's an Apollinia (9. Feber) feucht, der Winter sehr spät entfleucht.

Spielen die Mücken im Februar, friern Schafe und Bienen das ganze Jahr.

Februar hat seine Mucken, baut von Eis oft feste Brucken.

Ist der Feber trocken und kalt, wirst im August zerspringen bald.

Läßt der Februar Wasser fallen, so läßt's der März gefrieren.

An Sankt Valentein (14. Feber) friert's Rad mitsamt der Mühle ein.

Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.

Wenn's im Februar nicht schneit, schneit es in der Osterzeit.

Heftige Nordwinde im Februar vermelden ein gar fruchtbar Jahr.
Wenn der Nordwind im Hornung aber nicht will, dann kommt er sicher im April.

Wenn's im Februar regnerisch ist, hilft's soviel wie guter Mist.

Im Februar müssen die Stürme fackeln, daß den Ochsen die Hörner wackeln.

Hätte der Februar Januars Gewalt, ließ er erfrieren jung und alt.

Februar mit Schnee und Regen deutet an den Gottessegen.

Wenn's friert auf Petri Stuhlfeier (22. Feber), friert's noch vierzehnmal heuer.

Ist der Februar trocken und kalt, kommt im Frühjahr Hitze bald.

St. Matthias (24. Feber) hab' ich lieb, denn er gibt dem Baum die Trieb.

Spielen die Mücken im Februar, friert die Biene das ganze Jahr.

Kalter Februar - gutes Roggenjahr.

Februartau bringt Nachtfrost im Mai.

Februar warm - Frühling kalt. St. Roman (28. Feber) hell und klar, bedeutet ein gutes Jahr.

für den Monat

MÄRZ:

Läßt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.

Ein grüner März bringt selten etwas Gutes.

Kunigund (3. März) macht warm von unt.

Donnert's im März, so schneit's im Mai.

Trockener März füllt den Keller.

Schnee, der erst im Märzen weht, abends kommt und morgens geht.

Soviel der März an Nebeln macht, sooft im Juni Donner kracht.

Märzenregen bringt keinen Segen.

Märzengrün soll man mit Holzschlägeln wieder in den Boden schlagen.

Vierzig Ritter (Fest der 40 Märtyrer, 10. März) mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch vierzig Tage weh.

Bringt Rosamunde (11. März) Sturm und Wind, so ist Sybilla (29. April) uns gelind.

Gregor (Papst Gregor I., 12. März) zeigt dem Bauern an, daß im Feld er säen kann.

Märzenblüte ist ohne Güte.

Was der März nicht will, holt sich der April.
Was der April nicht mag, steckt der Mai in der Sack.

Märzenschnee und Jungfernpracht dauern oft kaum über Nacht.

Säest du im März zu früh, ist es oft vergeb'ne Müh'!

Sonniger Gertrudentag (17. März) Freud' dem Bauern bringen mag.

Soviel Tau im März, soviel Frost im Mai.

Ist's am Josephstag (19. März) klar, folgt ein fruchtbar' Jahr.

Wenn's donnert in den März hinein, wird der Roggen gut gedeihn.

Willst du Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe an Sankt Benedikt (21. März).

Trockener März und nasser April ist des Bauern Will.

Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.

Ein Lot Märzenstaub ist einen Dukaten wert.

Ist Mariä (25. März) schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll.
Schöner Verkündungsmorgen befreit von vielen Sorgen.

Gibt's im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.

Märzengrün ist bald wieder hin.

Märzenstaub bringt Gras und Laub.

Wenn Märzennebel hundert Tage vorüber sind, kommt Regen und Gewitterwind.

Zu Anfang oder zu End der März sein Gift versendt.

Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.

für den Monat

APRIL:

Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.

Bald trüb und rauh, bald licht und mild, ist der April des Menschen Ebenbild.

Wer an Christian (3. April) säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein.

Ist der April schön und rein, wird der Mai um so wilder sein.

Ist St. Vinzenz (5. April) Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.

Donner im April viel Gutes künden will.

Je mehr im April die Regen strömen, desto mehr wirst du vom Felde nehmen.

Heller Mondschein im April schadet den Blüten viel.

April und Mai sind die Schlüssel zum ganzen Jahr.

Wenn der April Spektakel macht, gibt's Korn und Heu in voller Pracht.

Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.

April, dein Segen, heißt Sonne und Regen.
Bloß den Hagel - den häng an den Nagel.

Gehst du im April bei Sonne aus, laß nie den Regenschirm zu Haus.

Tiburtius (14. April) kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck mit und Nachtigall.

Am 15. April der Kuckuck singen soll, und müßte er singen aus einem Baum, der hohl.

Nasser April - blumiger Mai.

Aprilschnee ist Grasbrüter.

Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.

April naß und kalt, wächst das Korn wie ein Wald.

Ist der April zu gut, schickt er dem Schäfer Schnee auf den Hut.

Bläst der April mit beiden Backen, gibt's genug zu jäten und zu hacken.

Wohl hundermal schlägt's Wetter um - das ist dem April sein Privilegium.

Auf Sankt Georgs (23. April) Güte stehen alle Bäum' in Blüte.

Wenn's donnert im April, dann hat der Reif sein Ziel.

April trocken läßt die Keime stocken.

Heller Mondschein im April gibt bei Wein und Obst nicht viel.

Blüht im April der Maulbeerbaum, gibt es Kälte und Frost noch kaum.

Aprildürre macht jede Hoffnung irre.

Wenn im April die Maikäfer fliegen, bleiben die meisten im Schmutze liegen.

Der April treibt sein Spiel. Treibt er es toll, wird die Tonne voll.

für den Monat

MAI:

Im Mai viel Wind begehrt des Bauern Gesind'.

Regen im Mai bringt Wohlstand und Heu.

Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag (3. Mai), bis Himmelfahrt es bleiben mag.

Der Florian (4. Mai), der Florian, noch einen Schneemann setzen kann.

Maienfröste - unnütze Gäste.

Maientau macht grün die Au.

Wenn sich naht St. Stanislaus (7. Mai), rollen die Kartoffeln aus.

Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.

Abendtau und Kühl im Mai bringet Wein und vieles Heu.

Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei.

Maifröste im Mai schädlich sind, gut hingegen sind die Wind'.

Wenn's an Pankratius (12. Mai) gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.

Servaz (Servatius - 13. Mai) muß vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.

Gehn die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.

Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Bazi.
Und zum Schluß fehlt nie die kalte Sophie.

Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
Ist er aber feucht und kühl, gibt es Frücht' und Futter viel.

Donnert es im Mai recht viel, hat der Bauer ein gutes Spiel.

Der Mai in der Mitte hat für den Winter immer noch eine Hütte.

Der Mai bringt Blumen dem Gesichte, aber dem Magen keine Früchte.

Ein heißer Mai ist des Todes Kanzlei.

Ist's im Mai recht kalt und naß, haben die Maikäfer wenig Spaß.

Nasser Mai bringt trockenen Juni herbei.

Je mehr die Maikäfer verzehren, je mehr wird die Ernte bescheren.

Mailuft bringt die Toten aus der Gruft.

Die Witterung an Sankt Urban (25. Mail) zeigt des Herbstes Wetter an.

Steht der Wind im Mai aus Süden, wird bald Regen uns beschieden.

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.

Ein kalter Mai tötet das Ungeziefer und verspricht eine gute Ernte.

Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.

Das Jahr fruchtbar sei, wenn's viel donnert im Mai.

für den Monat

JUNI:

Stellt der Juni sich milde ein, wird mild auch der Dezember sein.

Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.

Bleibt der Juni kühl, wird's dem Bauern schwül.

Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.

Ist der Juni warm und naß, gibt's viel Frucht und grünes Gras.

Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni warm es sein.

Im Juni, Bauer, bete, daß der Hagel nicht alles zertrete!

Regen am Medardustag (8. Juni) verdirbt den ganzen Heuertag.

Soll Feld und Garten wohl gedeihn, dann braucht's im Juni Sonnenschein.

Wenn im Juni Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.

Hat Margaret (10. Juni) kein Sonnenschein, kommt das Heu nie trocken ein.

Wenn Sankt Barnabas (11. Juni) bringt Regen, so gibt es viel Traubensegen.

Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestahn.

Wie die Junihitze sich stellt, stellt sich auch die Dezemberkält'.

Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni warm es sein.

Im Juni kühl und trocken, dann gibt's was in die Milch zu brocken.

Regnet's an Sankt Veit (15. Juni), Gerste nicht leid't.

Im Juni bleibt man gerne stehn, um nach Regen auszusehn.

Juniregen und Brauttränen dauern so lange wie's Gähnen.

Wenn's regnet auf Sankt Gervasius (19. Juni), es vierzig Tage regnen muß.

Blüht im Juni der Stock in vollem Licht, große Beeren er verspricht.

Ist die Milchstraße klar zu sehn, bleibt das Wetter schön.
Funkeln heut die Stern, spielt der Wind bald den Herrn.

Vor dem Johannistag man Gerst' und Hafer nicht loben mag.

Viermal Juniregen bringt zwölfmal Segen.

Wenn die Johanniwürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen.

Im Juni kann des Nordwinds Horn noch nichts verderben am Korn.

Regnet es am Siebenschläfertag (27. Juni), regnet es noch sieben Wochen danach.

Was es in die Rosen regnet, wird den Feldern mehr gesegnet.

Regnet es an Peter und Paul (29. Juni), wird des Winzers Ernte faul.

Ein Nachtfrost noch im Junius macht ohn' Ausnahm' viel Verdruß.

für den Monat

JULI:

So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Weizen mahlt.

Wie Maria (2. Juli) ins Gebirg zieht ein, so wird der ganze Juli sein.

Juli heiß lohnt Müh und Schweiß.

Regen am Sankt-Ulrichs-Tag (4. Juli) macht die Birnen stichig-mad'.

Im Juli will der Bauer lieber schwitzen als untätig hinterm Ofen sitzen.

Was im Juli nicht geraten, läßt der September ungebraten.

Sankt Kilian (8. Juli) ist der rechte Rübenmann.

Ist's im Juli recht hell und warm, friert's um Weihnachten reich und arm.

Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.

Wie es die sieben Brüder treiben (10. Juli), soll es sieben Wochen bleiben.

Juli - Sonnenbrand, gut für Leut und Land.

Der Juli bringt die Sichel für Hans und den Michel.

So selten wie ein Kopf ohne Nagel, so selten ein Juli ohne Hagel.

Was der Juli nicht siedet, kann der August nicht braten.

Kalter Juliregen für die Rehbrunft kein Segen.

Regen an Alexe (17. Juli) wird zur alten Hexe.

Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reicheres Korn.

Nur in der Juliglut wird Obst und Wein dir gut.

Regen am Margaretentag (20. Juli) bringt viel Klag'.

Ohne Tau kein Regen heißt's im Juli allerwegen.

An Magdalena (22. Juli) regnet's gern, weil sie weinte um den Herrn.

Klar muß Apollinaris (23. Juli) sein, soll der Bauer sich erfreun.

Wenn im Juli die Ameisen ungewöhnlich tragen, wollen sie einen frühen und harten Winter ansagen.

Gegen Margareten und Jakoben die stärksten Gewitter toben.

Sankt Anna (26. Juli) klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein.

Um Sankt Ann (27. Juli) fangen die kühlen Morgen an.

Wenn im Juli die Immen noch bauen, kannst du dich nach Holz und Torf umschauen.

Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.

Hört der Juli mit Regen auf, geht leicht ein Teil der Ernte drauf.

Wenn die Schwalben Ende Juli schon ziehen, sie vor der baldigen Kälte fliehen.

für den Monat

AUGUST:

Zu Petri Kettenfeier (1. August) ziehen die Störche fort.

Der Augusti macht den Bauern lusti.

Wenn der Kuckuck im August noch schreit, so gibt's im Winter eine teure Zeit.

Dominik wachsen die Rüben dick.

Oswaldtag (5. August) muß trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.

Im August am Morgen Regen, wird vor Mittag sich nicht legen.

An Sankt Afra (7. August) Regen ist für den Bauer ungelegen.

Augustsonne, die schon sehr früh brennt, nimmt nachmittags kein gutes End'.

Ist's in der ersten Augustwoche heiß, so bleibt der Winter lange weiß.

An Laurenzi (10. August) ist es Brauch, hört das Holz zu wachsen auf.

Ein Regen im August ist für den Wald Erquickungslust.

Der August muß Hitze haben, sonst wird der Obstbaumsegen begraben.

Wie das Wetter zu Kassian (13. August), hält es viele Tage lang.

Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.

Scheint die Sonne hell und zart an Mariä Himmelfahrt (15. August),
so soll's guten Wein bedeuten, was erwünscht bei allen Leuten.

Je mehr Regen im August, desto weniger Wein.

Wenn im August viele Goldkäfer laufen, braucht der Wirt den Wein nicht taufen.

Weht im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.

August ohne Feuer macht das Brot teuer.

Im August viel Höhenrauch, folgt ein strenger Winter auch.

Ein trockener August hat die Leute noch nie arm gemacht - ein nasser schon.

Wenn's regnet im August, regnet's Honig und guten Most.

Regen an Bartholomä (24. August) tut den Reben bitter weh.

Was Juli und August nicht taten, läßt auch der September ungebraten.

Der Tau ist dem August so not wie jedermann sein täglich' Brot.
Doch zieht er auf zum Himmel, herab kommt ein Getümmel.

Wenn's im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.

Um die Zeit von Augustin (28. August) gehn die warmen Tage hin.

Wenn die Ameisen sich verkriechen, wird bald Regen vom Himmel gießen.

Bischof Felix (30. August) zeiget an, was wir in vierzig Tag' für Wetter han.

Im August blüht der Schnee für den nächsten Winter, wenn weiße Wolken ziehen.

für den Monat

SEPTEMBER:

Wenn St. Ägidius (1. September) bläst ins Horn, heißt es: Bauer sä' dein Korn!

Ist's zu Monatsanfang rein, so wird's den ganzen Monat sein!

Septemberwärme dann und wann zeigt einen strengen Winter an.

Der September ist der Mai des Herbstes.

Septemberwärme dann und wann zeigt einen strengen Winter an.

Septemberanfang mit feinem Regen kommt allzeit dem Bauern gelegen.

Ein Herbst, der hell und klar, ist gut für das kommende Jahr.
Wie das Wetter am Magnustag (6. September), so es vier Wochen bleiben mag.

Ist Regine (7. September) warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.

Wie sich's Wetter an Mariä Geburt (8. September) verhält, so ist's noch weiter vier Wochen bestellt.

Ist es an Sankt Georgen (9. September) schön, wird man wenig schöne Tage sehn.

Bleiben jetzt die Schwalben lange, so sei vor dem Wetter nicht bange.

Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

An Maria Namen (12. September) sagt der Sommer Amen.

Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie dann einen harten Winter riechen.

Ist's hell am Kreuzerhöhungstag (14. September), so folgt ein strenger Winter nach.

Septembergewitter - Vorboten von Sturm und Wind.

Schaffst du im September nichts in den Keller, blickst du im Winter auf leere Teller.

Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lantpert (=Lambert, 18. September) klar und rein.
Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr.

Fällt das Laub recht bald, wird der Herbst nicht alt.

An Septemberregen für Saat und Reben ist es dem Bauern gelegen.

Matthäuswetter (21. September) hell und klar bringt guten Wein im nächsten Jahr.

Gewitter um Mauritius (22. September) bringt Schaden und Verdruß.

Was der Juli verbrach, holt der September nicht nach.

Nach Septembergewittern wird man im Februar vor Schnee und Kälte zittern.

Im September viel Schleh', im Winter viel Schnee.

Donnert's im September noch, dann liegt der Schnee zu Weihnacht' hoch.

Was Juli und August am Wein nicht vermocht, wird auch vom September nicht gargekocht.

Nach Septembergewittern im Winter viel Schnee- und Kältezittern.

Regnet's sanft am Michaelstag (29. September), sanft auch der Winter werden mag.

Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.

für den Monat

OKTOBER:

Regen an Sankt Remigius (1. Oktober) bringt für den ganzen Mond Verdruß.

Oktoberwind - glaube es mir - verkündet harten Winter dir.

Hält der Oktober das Laub, wirbelt zu Weihnachten Staub.

Oktoberhimmel voller Sterne hat warme Öfen gerne.

Wie im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde sausen.

Warmer Oktober bringt fürwahr einen sehr kalten Februar.

Ist der Oktober kalt, macht er dem Raupenfraß halt.

Oktober und März gleichen sich allerwärts.

Regnet's an Sankt Dionys (9. Oktober), regnet's den ganzen Winter gewiß.

Nichts kann mehr vor Raupen schützen als Oktoberreif in Pfützen.

Späte Rosen im Garten lassen den Winter noch warten.

Dies ist ein hartes Winterzeichen, will's Laub nicht von den Bäumen weichen.

Oktobergewitter sagen beständig, der kommende Winter wird wetterwendig.

Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.

Hedwig und Gallus (15. Oktober) machen das schöne Wetter alle.

Auf St.-Gallen-Tag (15. Oktober) muß jeder Apfel in seinen Sack.

Bringt der Oktober viel Frost und Wind, so sind Januar und Februar lind.

Wer an Lukas (18. Oktober) Roggen streut, es im Jahr drauf nicht bereut.

Ist der Oktober freundlich und mild, ist der März dafür rauh und wild.

Fällt im Wald das Laub sehr schnell, ist der Winter früh zur Stell'.

Sankt Ursulas (21. Oktober) Beginn zeigt auf den Winter hin.

Durch Oktobermücken laß dich nicht berücken.

Wenn's dem Severin (23. Oktober) gefällt, bringt er mit die erste Kält'.

Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein.
Ist er aber naß und kühl, mild der Winter werden will.

Wenn Buchenfrüchte geraten wohl, Nuß- und Eichbäume hängen voll:
so folgt ein harter Winter drauf und fällt der Schnee zuhauf.

Kommt die Feldmaus in das Dorf, so kümmre dich um Holz und Torf.

Wenn im Oktober man abends die Schafe mit Gewalt muß forttreiben, so soll dies Regen und Schnee bedeuten.

Simon und Juda (28. Oktober), die zwei, führen oft Schnee herbei.

Hat der Has' ein dichtes Fell, so kümm're dich um Brennholz schnell.

Fällt der erste Schnee in den Schmutz, vor strengem Winter kündet er Schutz.

An Sankt Wolfgang (31. Oktober) Regen verspricht ein Jahr voller Segen.

für den Monat

NOVEMBER:

Wenn's zu Allerheiligen (1. November) schneit, dann lege deinen Pelz bereit.

Friert im November zeitig das Wasser, wird's im Januar um so nasser.

Fällt im November das Laub sehr früh zur Erden, soll es nächstes Jahr ein feiner Sommer werden.

Novemberschnee tut den Saaten wohl, nicht weh.

Wenn der Donner im November rollt, das kommende Jahr den Früchten hold.

Viel Regen im November, viel Wind im Dezember.

Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.

Wenn's im November donnern tut, wird das nächste Jahr nicht gut.

Wenn es vor Mitte November schneit, halte deinen Pelz bereit !

Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen.

Der November tritt oft hart herein, trotzdem braucht nicht viel dahinter sein.

Ist es um Martini (11. November) trüb, wird der Winter gar nicht lieb.
Sankt Martin ist ein harter Mann für den, der nicht bezahlen kann.

Wie der November, so auch der nächste März.

Wenn der November regnet und frostet, dies leicht die Saat das Leben kostet.

Läßt der November die Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.

Der heilige Leopold (15. November) ist dem Altweibersommer hold.

Sperret der Winter zu früh das Haus, hält er sicher nicht lange aus.
Bleibt aber der Vorwinter aus, kommt der Nachwinter mit Frost und Braus.

Blühn im November die Bäume aufs neu, dann währet der Winter bis zum Mai.

Wenn's im November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.

Sankt Elisabeth (19. November) sagt es an, was der Winter für ein Mann.

Fällt im November das Laub sehr früh zur Erden, soll es nächstes Jahr ein feiner Sommer werden.

Wenn an Mariä Opferung (21. November) die Bienen fliegen, ist das nächste Jahr ein Hungerjahr.

Wenn im November Donner grollt, wird dem Getreide Lob gezollt.

Dem heiligen Klemens (23. November) traue nicht, denn selten zeigt er ein mild Gesicht.

Wenn im November die Stern' stark leuchten, läßt dies auf baldige Kälte deuten.

Wie Sankt Kathrein (25. Nobember) wirds Neujahr sein.

Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad (26. November), weil er Wasser hat.

Hat im November die Buche noch ihren Saft, so wird der Regen stärker als der Sonne Kraft.

Novemberdonner schafft guten Sommer.

Bringt der November Morgenrot, der Aussaat viel Regen droht.

Andreasschnee (30. November) tut Korn und Weizen weh.

für den Monat

DEZEMBER:

Fällt auf Eligius (1. Dezember) ein starker Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag.

Wenn's regnet am Bibianstag (2. Dezember), regnet's vierzig Tage und eine Woche danach.

Dezemberwärme hat Eis dahinter.

Geht Barbara (4. Dezember) im Klee, kommts Christkind im Schnee.

Fließt im Dezember noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft.
Bricht der Spatz in Pfützen ein, wird's ein milder Christmond sein.

Regnet's an Sankt Nikolaus (6. Dezember), wird der Winter streng und graus.

Donnert's im Dezember gar, kommt viel Wind das nächste Jahr.

Ist's im Dezember kalt, wird der Winter zwar hart, aber der Frühling kommt bald.

Je tiefer der Schnee, um so höher der Klee.

Dezember warm - Gott erbarm!

Sind abends über den Flüssen Nebel zu schauen, wird die Luft Schönwetter zusammenbrauen.

Wenn's jetzt nicht wintert, sommert's auch nicht.

Kommt die heilige Luzia (13. Dezember), findet sie schon Kälte da.

Eine gute Decke von Schnee bringt Winterkorn in die Höh.

Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.

Die Erde muß ihr Schneekleid haben, soll sie der Winterschlaf auch laben.

Sturm im Dezember und Schnee, dann schreit der Bauer juche.

Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.

Wenn man den Winter soll loben, so muß er frieren und toben.

Friert's am kürzesten Tage, ist's immer eine Plage.

Wenn Sankt Thomas (21. Dezember) dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.

Ein dunkler Dezember bringt ein gutes Jahr, ein nasser aber macht es unfruchtbar.

Im Dezember sollen Eisblumen blüh'n. Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.

Wenn Christkindlein Regen weint, vier Wochen keine Sonne scheint.

Ist gelind der heil'ge Christ, der Winter drüber wütend ist.

Bringt Sankt Stephan (26. Dezember) Wind, die Winzer nicht fröhlich sind.

Haben es die unschuldigen (28. Dezember) Kindlein kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald.

Weht Dezemberwind aus Ost, bringt er den Kranken schlechten Trost.

Haben es die unschuldigen Kindlein (28. Dezember) kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald.

Bringt Dezember Kälte ins Land, dann wächst das Korn selbst auf dem Sand.

Nebel vor Weihnachten ist Brot, Nebel nach Weihnachten ist Tod.

Silvesterwind und warme Sonn' wirft jede Hoffnung in den Bronn'.