Geschichtliches von

Bad Pirawarth - Kollnbrunn

Inmitten der sanften Hügel des südöstlichen Weinviertels, in der Talsenke des Weidenbaches liegen die benachbarten Orte Kollnbrunn und Bad Pirawarth. Die Lage und der Lößboden sind hervorragend geeignet für den Weinbau, der seit vielen Jahrhunderten die wirtschaftliche Grundlage der Region bildet.

Die mächtige barocke Kirche des Pfarrbezirkes - ursprünglich eine Wehrkirche, die 1739 bis 1756 barokisiert wurde - zieht sofort den Blick an sich. Ein Besuch dieses Kleinodes christlicher Kunst ist empfehlenswert. Die prächtige Barockeinrichtung und vor allem die 1752 geschaffenen Altarblätter von Bartolomeo Altomonte - * 24. 2. 1701 Warschau (Polen), † 11. 11. 1783 St. Florian (Oberösterreich) sind bewundernswert. Bartolomeo war nicht nur der Sohn des berühmten Malers Martino Altomonte (Hohenberg), sondern auch dessen Schüler. Auch beim weltberühmten Künstler Daniel Gran nahm Bartolomeo Unterricht.
Eine künstlerische Kostbarkeit ist auch Rokokokanzel in der Kirche.
Die Lage an der sogenannten "Thermenlinie" war zumindestens schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Dass dem Thermalwasser besondere "Fähigkeiten" zugeschrieben wurden, zeigt sich am Besuch der Erzherzogin Sophie, die nach ihrem Kuraufenthalt 1829 im darauffolgenden Jahr Kaiser Franz Joseph zur Welt brachte.